
Keine Sorge, Ihr Gastgeber ist kein unverbesserlicher Geizhals, wenn er Ihnen nur einen sehr kleinen Probeschluck in das Glas gießt. Vielmehr will er zum einen vermeiden, dass Sie sich nach einer ausgedehnten Weinprobe am nächsten Tag nicht mehr an den Abend erinnern können. Zum anderen (und das ist der wichtigere Beweggrund) will er dafür sorgen, dass der Wein die Entfaltungsmöglichkeiten bekommt, die er benötigt.
Machen Sie doch einmal die Probe aufs Exempel: Füllen Sie ein Weinglas nur bis zum unteren Achtel und gießen Sie ein anderes Glas voll bis zum Rand. Riechen Sie an beiden Weinen. Sie werden überrascht sein, wieviel mehr Aromen Ihnen aus dem vermeintlich leeren Glas entgegenströmen.
Wenn Sie den Wein im Glas schwenken (ein weiterer Trick, um ihm seine Aromen zu entlocken), werden Sie beim vollen Glas außerdem nicht belohnt, sondern nass.
Also: Eingeschenkt wird immer nur ein wenig.
(Vinorio.de)